Der Hörtest

Um Ihr Hörvermögen zu untersuchen, kann ein sogenanntes Tonaudiogramm ( Hörkurve oder kurz als Audiogramm bekannt) angefertigt werden, das das subjektive Hörvermögen für Töne, also die frequenzabhängige Hörempfindlichkeit eines Menschen beschreibt.

Es ist ein wichtiges Diagnosewerkzeug der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Mit einem Tonaudiogramm können Aussagen über die Symptome und manchmal auch über die Ursachen von Störungen des Hörvermögens getroffen werden. Abweichungen von der Norm im Audiogramm lassen auf eine Erkrankung des Ohres schließen.

Es werden der Reihe nach bestimmte Töne in steigender Lautstärke über Kopfhörer abgegeben. Der Patient gibt das vereinbarte Signal (meistens durch Drücken eines Knopfes), sobald er den Ton hört. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis die Hörschwelle genau festgestellt ist.

Aussage eines Tonaudiogramms

Ist die Hörschwelle über Luftleitung normal, dann arbeiten Gehörknöchelchen, Sinneszellen in der Gehörschnecke (Cochlea) und der Gehörnerv normal. Bei einer Schallempfindungsstörung liegt die Luftleitungshörschwelle bei höheren Dezibel-Werten als beim Normalhörenden. Hierdurch kann Schwerhörigkeit festgestellt werden.

 

Der Sehtest

Sehtest ist der Oberbegriff für eine ganze Reihe von Prüfungen, die die unterschiedlichen Aspekte des Sehens und der visuellen Wahrnehmung betreffen. Im weitesten Sinne wird darunter die Prüfung der Sehschärfe (Visus) verstanden. Auch das Farbsehen  ist eine weitere wichtige Funktion, die untersucht werden kann.

Der Sehtest für die Sehschärfeermittlung (Visus) erfolgt z.B. durch das Anbieten von Reihen- oder Einzelsehzeichen unterschiedlicher Größe, die der Patient in Ferne und/oder Nähe korrekt erkennen muss. In der Regel sind dies Zahlen oder Buchstaben. Ermittelt wird das kleinste Sehzeichen, das noch erkannt werden kann. Ist der Prüfling Brillen– oder Kontaktlinsenträger, so wird der Sehtest in der Regel mit vorhandener Korrektur durchgeführt, bei einer Erstuntersuchung zudem ohne Korrektur.