Wieder nach Afrika……..

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Wieder nach AFRIKA…………

von Barbara Haider

 

Wer einmal dort war, kommt nie, oder immer wieder. Ich gehöre zu denen, die immer wieder kommen werden:

HIV/ AIDS, Malaria, Tuberkulose, Unterernährung, Durchfallerkrankungen durch Mangel an Hygiene, sauberem Wasser und das Fehlen medizinischer Basisversorgung sind die Hauptprobleme im Mathare- Valley, einem der größten  Slums von Nairobi in Kenia, wo ich  Ende 2012 erstmals für 6 Wochen in der Ambulanz der GERMAN DOCTORS e.V. mitarbeiten durfte.

Nachdem ich nun  mehr als ein Jahr zurück  in Deutschland und im Zentrum für Allgemeinmedizin bin, weiß ich viele Selbstverständlichkeiten des Alltagslebens hier  umso mehr zu schätzen. Und ich genieße es, in unserer schönen neuen und sauberen Praxis mit meinen/ unseren Patienten arbeiten zu können.

Trotzdem weiß ich, dass meine Mitarbeit in Nairobi für die Ärmsten der Armen gebraucht wird und ich bereite mich  wieder auf einen  Einsatz vom 26. April bis 22. Juni 2014 in Nairobi vor.

Die tropenmedizinischen Fortbildungen am Missionskrankenhaus in Würzburg, ein wenig mehr  Kenntnisse in Suaheli, der Sprache Ostafrikas, und die Erfahrungen des ersten Einsatzes werden es mir diesmal hoffentlich leichter machen.

Ich bedanke mich bei meinen Kollegen, dass sie mich wieder gehen lassen und mich vertreten. Bei Ihnen, liebe Patienten bedanke ich mich  herzlich für Ihr Verständnis und die um Weihnachten eingegangenen Spenden (es waren > 2000 Euro) und kann versichern, dass die Hilfe ankommt und gemäß dem Motto der GERMAN DOCTORS e.V. auch nachhaltig ist und bleibt.

Es liegt mir aber auch am Herzen, hier darauf hinzuweisen, dass wir inzwischen bei uns in Aichach in der Praxis neben unseren einheimischen Patienten immer mehr Migranten und Asylbewerber betreuen, deren Schicksale uns oft berühren. Viele leiden neben körperlichen auch an psychischen Krankheiten durch die Umstände vor, während und nach ihrer Flucht. Es steht uns nicht zu, über die Rechtmäßigkeit ihrer Fluchtgründe zu richten. Stattdessen bemühen wir uns um eine menschenwürdige Behandlung derjenigen, die ihre Heimat freiwillig oder unfreiwillig verlassen haben und bei uns Zuflucht suchen.

 

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Veröffentlicht in Aktuelles